Xerxes und die Stimmen aus der Finsternis

Xerxes: Auspeitschung des Meeres nach einem fehlgeschlagenen Brückenschlag über die Dardanellen

13. August 2022 | 19:30 – 20:45 Uhr

Ort: MOMENT (Dachboden)

 

Von Magda Woitzuck

Mit: Alina Fritsch, Regina Fritsch, Eva Mayer, Till Firit, Wolfram Berger, Michael Smulik

Regie und Musik: Peter Kaizar (HR / ORF, 2021)

Assistenz: Teresa Schwind, Julia Herzog

Schnitt: Manuel Radinger

Ton: Anna Kuncio

Es ist das Jahr 519 vor Christi Geburt, da erblickt ein Bub das Licht der Welt, dessen Namen man noch Jahrtausende später kennen wird: Xerxes. Eine Menge Dinge zeichnen ihn aus: seine Taten, seine Untaten und dass man die Namen vieler Frauen aus seinem Umfeld kennt – das ist in der Historie keine Selbstverständlichkeit.
Eine junge Archäologin (dargestellt von Alina Fritsch) gräbt aus und erzählt dabei, wirft von Xerxes’ Leben und seinen Lieben einen Stein übers Wasser, lässt ihn durch die Zeit springen, der Gegenwart entgegen: von Jesus’ Kreuzigung zum apokalyptischen Pestausbruch von 1347, von der Entdeckung Amerikas bis zur Verbannung der Frau aus Kirchenchören, denn diese Verbannung ist es, der die Hoden abertausender Knaben zum Opfer fallen. Fortan dürfen die Stimmen der Soprankastraten in keiner Oper mehr fehlen, so auch nicht in jener mit dem Titel „Xerxes“ von Georg Friedrich Händel, dessen Arie „Ombra mai fu“ an der Schwelle zum 20. Jahrhundert Radiogeschichte geschrieben hat…

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