Medea

Die Schauspielerin Claire Clairon als Medea in der Tragödie Médée von Longepierre, gemalt von Carle van Loo, 1759. (Ausschnitt)

14. August 2022 | 13:30 – 14:30 Uhr

Ort: Unort

 

Nach Euripides

Mit: Sylvie Rohrer (Medea), Roland Koch (Jason), Alexandra Henkel (Korintherin), Elisabeth Orth (Amme), Paul Wolff-Plottegg (Erzieher), Martin Schwab (Kreon), Joseph Lorenz (Ägeus), Markus Meyer (Bote)

Musik: Elemente einer Medea-Komposition von Clemens Gadenstätter

Musiker: Lukas Schiske, Björn Wilker und Alex Lipowsky

Regie: Alice Elstner

Bearbeitung: Helmut Peschina

Vor mehr als 2.400 Jahren geschrieben, zählt Euripides Fassung der Medea-Sage zu den wichtigen Texten der abendländischen Kultur. Die Sage von der zauberkundigen Königstochter aus Kolchis an der Ostküste des Schwarzen Meeres (dem heutigen Georgien), die aus Liebe zum Griechen Jason, dem Anführer der Argonauten, zur Verräterin an der Heimat und ihrer Familie wird, mit ihm nach Griechenland flieht, aber dort, so sehr sie sich bemüht, eine Fremde bleibt, und, als ihr Ehemann sie verlässt, zur Mörderin wird, gehört seit der Antike zu den bekanntesten Stoffen der Weltliteratur, aber auch der bildenden Kunst und der Musik.
Für Ö1 hat Helmut Peschina den Text bearbeitet: „Mein Anliegen war es, die Hörspielfassung dieses antiken, immerwährend gültigen Stoffes sprachlich und sprechrhythmisch in eine zeitgenössische Form zu bringen, ohne das Archaische der euripideischen Tragödie zu verlieren“.
Die Produktion wurde vom Publikum zum „Hörspiel des Jahres“ gewählt.

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