KünstlerInnen

Christian Winkler

(c) Ingo Höhn

Der Autor Christian Winkler, geboren 1981 studierte Germanistik in Graz und Kulturmanagement in London am Goldsmiths College. In seinen Stücken begegnen wir Figuren auf Identitätssuche. Oft dienen bestimmte Schauplätze als Ausgangspunkte, die uns an ihre Bewohner heranführen und an die Fragen, wie sich Gesellschaft und Gemeinschaft bilden, wie Orte Menschen definieren und umgekehrt. Für seine Texte wurde er mehrfach ausgezeichnet: Er ist Gewinner des Retzhofer Literaturpreises 2007, den er für sein Stück «Operation Kurczak and the Art of Camouflage» erhielt. Mit dem Stück «In den Arkaden» gewann er 2011 den Stückwettbewerb der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz und 2012 erhielt er den Literaturpreis der Stadt Graz. Häufig entwickelt er seine Stücke in Zusammenarbeit mit Regisseur Franz von Strolchen. In ihren gemeinsamen Stücken ist oft Dokumentarisches und Fiktives nicht mehr zu unterscheiden und ein neues Genre wird kreiert: immersive Performance zwischen Theater und Film. So zum Beispiel in «The Impossible Vastness», einer Roadmovie-Performance (2017), in der die ehemalige Balkanflüchtlingsroute aus neuer Perspektive betrachtet wird. Oder «Mein persönliches Tschernobyl» (2016), in der sie sich ausgehend vom atomaren Unfall mit dem «Dauerzustand Katastrophe» beschäftigen.
Er arbeitet regelmässig in Luzern, zuletz schrieb er fürs Luzerner Theater die Theaterserie «Taylor AG» über die Zukunft der Arbeit, in der Spielzeit davor schrieb er die Textvorlage für die Gangsterperformance «Die Unscheinbaren», welche im April 2019 in Luzern Premiere feierte und 2020 zum «Hin und Weg Festival» eingeladen wurde.

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