Schluss mit dem Theater

(c) Tobias Schilling

08. August 2020: 20:30 – 21:30 Uhr

09. August 2020: 16:30 – 17:30 Uhr

Ort: BRAUHAUSstadl

 

Von Tobias Schilling

 

Mit: Claudia Marold, Magdalena Mikesch, Enrico Riethmüller
Regie: Tobias Schilling
Kostüm: Katharina Kappert
Regieassistenz: Nico Dorigatti
Ensemble distrACT

Eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Theater und dem, was daraus folgt. Was ist unsere Erwartung, die wir heutzutage an die Bretter (die angeblich die Welt bedeuten) haben? Können wir uns überhaupt belanglose Abende leisten? Woher nehmen wir die Zeit, bei einem gesellschaftspolitischen Klima unpolitisches Theater zu machen? Was ist für Sie die Aufgabe von Theater und Kunst?

 

„Auch Schlafen ist eine Form der Kritik, vor allem im Theater.“ – George Bernard Shaw
„Die Welt ist ein seltsames Theater. Man findet dort wohl Augenblicke, wo die schlechtesten Stücke den größten Erfolg haben.“ – Alexis Clérel de Tocquevill
„Das Publikum beklatscht ein Feuerwerk, aber keinen Sonnenaufgang.“ – Friedrich Hebbel„Der Satire steht das Recht auf Übertreibung zu. Aber sie hat es schon seit langem nicht mehr nötig, von diesem Recht Gebrauch zu machen.“ – Gabriel Laub
„Über Musik/Theater kann man am besten mit Bankdirektoren reden. Künstler reden ja nur übers Geld.“ – Jean Sibelius

 

Schon scheiße, dass da mal wieder keine Frau dabei war. Aber das ist der erste Treffer bei Google, wenn man „Theaterzitate“ eingibt. Denn auf den fünf Seiten über Theater bei zitate.net kommen nur drei von Frauen geschriebene Zitate vor und alle drei Zitate sind von Elisabeth Taylor. Aber unabhängig davon, wie sehr ich Frau Taylor schätze, gibt es doch sicher genug andere Frauen, die etwas Wichtiges über das Theater zu sagen haben. Eigentlich wollte ich noch gar nicht mit dem Inhalt beginnen. Aber ich dachte, wenn ich hier schon mal Platz in so einem Programm habe, sollte ich eher über etwas schreiben, was mich auch beschäftigt. Aber ich glaube, genau solche Tatsachen sind es, die dieses Theaterstück am besten beschreibt. Alles in allem will ich fragen: Hey Theater, was bist du jetzt so? Ich, der hier auf einer Bühne steht, blicke in ein Meer von leeren Augen.
 (Tobias Schilling)

 

(NEUPRODUKTION und URAUFFÜHRUNG)

 

Dauer: ca. 60 min

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