ausgesprochen::unerhört

(c) Hans-Christian Hasselmann

Datum:    17., 18. August 2019
Zeit:         Abend
Ort:          Alte Strickereifabrik

 

Eine Spurensuche zum Cassandramythos
Spiel: Maren Streich
Regie: Hans-Christian Hasselmann

Was bringt die Gabe des Sehens, wenn einem niemand glaubt?
Was bedeutet der Entschluss zu sprechen, wenn man nicht gehört wird?
Wann schweige ich, wann spreche ich in einer Zeit gegenseitiger Überlärmung?
Wer warnt heute vor was und wird weshalb nicht gehört?
Sehen wir nicht alle das Unheil herannahmen, ohne etwas dagegen zu tun?
Bricht die Sprache zusammen, bevor die Welt zusammenbricht?
Wie weit muss ich zurückgehen, um wieder bei mir zu landen?

 

Das brennende Interesse an der tieferen seelischen Realität hinter dem Mythos, der bei den Griechen nichts anderes bedeutet als „das wahre Wort“. Sie kannten den Zusammenhang zwischen seelischen und körperlichen Leiden, den zwischen dem Befinden eines Menschen und seinen Zukunftsaussichten. Wer sonst ist schon begierig, seine Zukunft zu kennen, als ein Mensch, der nicht im Gleichgewicht ist? Christa Wolf denkt in ihrem Schreiben öffentlich nach und macht innere Prozesse äusserlich erfahrbar: „Manchmal hilft es ja, Hunderte von Kilometern weit weg zufahren, oder Hunderte von Jahren zurückzukehren, in eine Vergangenheit, die wir nur durch Sagen und Mythen kennen, um zu sehen, was man da findet, ohne sich darüber zu täuschen, dass man sein Reisegepäck immer bei sich haben, nie loswerden wird: Sich selbst.“

Trailer

Diese Veranstaltung ist im Tagespass inkludiert.